Lernen zu Bloggen

Post in Hinblick auf MyBlog 2.0 und BRGblog 2.0

Eigentlich sollte dieser Titel “Bloggen zu Bloggen” heißen (angelehnt an das Wortspiel “Lernen zu lernen”), aber wieso ich es nicht gemacht habe, steht unten bei meinen Geboten unter Punkt 4.

Die 10 Gebote:
#1 Blogge regelmäßig. Blogs – in denen selten bzw. unregelmäßig gebloggt wird – landen als erstes in meinem RSS-Papierkorb. Wenn du selten (ist ok), aber regelmäßig bloggst, informiere deine Leser darüber.
#2 Führe eine interne Organisation. Auf meinem ersten BarCamp wurde die “Edit Timestamp”-Funktion von WordPress oft erwähnt. Man schreibt die Beiträge, deklariert sie als “veröffentlicht”, aber sie erscheinen erst in einer Woche (wegen des Timestamps). Ich mache es nicht so, aber ich habe unzählige Drafts, von denen 3-4 immer fertige Beiträge sind. Wenn mir kein Thema einfällt, schicke ich diesen älteren Draft.
#3 Blogge nicht zu viel über dein Privatleben. Das ist an meinem Blog schrecklich und deshalb bezeichne ich ihn auch nicht als professionell. Versuche die privaten Beiträge zu reduzieren und eine klare Linie zu anderen Themen zu machen. Leser interessiert dies nur bis zu einem gewissen Limit.
#4 Wähle Titel deiner Posts sehr klar und deutlich. Spielereien sind nicht immer angenehm. Denke auch an SEO. Versuche eine klare Struktur bezüglich Kategorien zu führen.
#5 Es gibt Fortsetzungsposts. Nutze sie aus und mache klar, dass sie zusammen gehören. Ich habe es beim Projekt “Hamster” [1, 2, 3] zum ersten Mal versucht. Damals ist es mir nicht ganz gelungen. Die Beiträge sollten als richtige Fortsetzung zu lesen sein. Der letzte Beitrag davon, sollte die Erkenntnis zusammenfassen. Beispiele wären bei mir zB eine Serie “Add-Ons für Firefox”, die ich nur zerspalten gebloggt habe .[1, 2].
#6 Die Länge der Posts sollte nicht zu stark variieren. Den Fehler habe ich bei “Web 2.0” begangen.
#7 Baue deine Posts nach dem alten Prinzip “Einleitung – Hauptteil – Schluss” auf. Ein guter Blogger kann das auch mit nur einem Satz verwirklichen.
#8 Versuche klar zu machen, wieso du darüber gebloggt hast. Ist es eine Anregung Kommentare zu einem Thema zu bekommen? Ist es eine reine Information, die du weitergeben möchtest? Verbreitest du eine Ideologie?
#9 Nutze HTML. Verwende Listen und Zitate, um diese als solche zu markieren. Nicht wie ich in diesem Beitrag (mit den komischen #, statt <ul>)
#10 Poste nicht zu viele Fotos. Es gibt Blogs, die ständig nur Photos bloggen. Ist auch in Ordnung. Aber wenn du einen klassischen Text-Blog hast, dann versuche unter 6 Bildern zu bleiben. Zu groß sollten sie auch nicht sein (Stichwort Ladezeiten).

Beispielblogs, die diese Punkte sehr gut berücksichtigen, werde ich nicht anführen. Am besten ihr schaut einfach bei meinen Freunden und meinem Bruder, die alle wirklich sehr schöne Blogs haben.
Wie zumeist ist diese Liste bei mir durch Selbstbeobachtung entstanden. Ich jage nicht dem “perfekten Blog” hinterher und versuche ihn professionell wirken zu lassen und wie zB die großen Firmen, die immer nur das zu bloggen, was ihnen weiterhilft (zB durch Werbung, SEO). Aber dennoch bezeichne ich Bloggen als eine Form des Journalismus und es ist eine eigene Kunst. Und diese möchte ich kennen lernen und irgendwie doch professionell können (falls ich es einmal beruflich brauche). In der Version MyBlog 1.0 habe ich begonnen. Die kommende Version MyBlog 2.0 sollte ein Übergang sein und die Version MyBlog 3.0 (angelehnt an CSS3) sollte dann wirklich professionell sein und dann ein Teil meines Informatik-Studiums sein. So… bevor dieser Beitrag gegen Gebot #6 verstösst, beende ich das lieber… ;-)

  1. Das sind echt gute Tipps! Ich verstoße nämlich gegen so manche davon, vor allem #3 und #6… Oft schreibe ich einfach wozu ich Lust habe und überlege gar nicht, wie persönlich die Sachen eigentlich sind oder ob es überhaupt wem nützt. Und es passiert sehr schnell, dass meine Beiträge sehr lang werden. Ich glaube, ich werde jetzt wirklich bewusster darauf achten :)

  2. Gegen #6 verstoße ich immer in BRG3. Da läuft das unter dem Titel “Lange-Posts-Problem”. Ich beschreibe halt gerne meine Argumente sehr genau, damit ich sicher gehen kann, dass der andere versteht was ich meine. Und da kommt man leicht auf 2000 Zeichen ;-)

    Aber bei dir finde ich das nicht schlimm. Du schreibst ja seltener als ich, dafür aber längere Beiträge. Ich finde das ganz ok (habe mich daran gewöhnt). Und nachdem wir auch nicht oft ICQen bzw. uns sehen, habe ich auch nichts dagegen, wenn du ab und zu gegen #3 verstößt ;-)

  3. Einige gute tipps sind dabei… aber um ehrlich zu sein, wenn man nur fürs bloggen bloggt oder damit es freunde lesen, macht es nichts aus wie oft man bloggt oder was oder wie lang :D

    aber da ich auch für das gesammte web blogge versuche ich schon immer ein klares Thema pro Post zu haben… aber auf regelmäßige leser bin ich noch nicht wirklich aus..

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