Ordnung der Schulsachen

“Die Ordnung eines neurotischen Perfektionisten” ist vielleicht der bessere Titel.

Im Laufe der Schulbahn muss man sich natürlich mit der Problematik auseinander setzen: wie kann ich jeden Abend aufs Neue sicher gehen, dass ich alle Schulsachen für morgen gepackt habe? Mit der Zeit entwickelt man deshalb sein eigenes System, um das Vergessen einer Schulsache zu verhindern. Ich habe den Artikel auch gleich zu einem Artikel über Motivationstraining ausgebaut. Im Folgenden versucht ich mein System zu erläutern:

1. Phase: Overview

In der 1. Phase betrachte ich jedes Schulfach gleich wie das andere. Man nehme einen Teppich her (folgende Formel gilt für quadratische Teppiche):
A = ceil(sqrt(f)) * (A4 + 10cm)
Auf diesem bereitet man alle Schulfächer aus und sortiert sie nach Arbeit (1 Stapel = 1 Arbeit). Aus dieser ordnungsbegründenden Formel ergibt sich dann eine Situation wie diese.

2. Phase: Kategorisieren

In der 2. Phase sortieren wir diese Ansammlung an Heften in 3 Kategorien. “ToDo”, “Learn” und “Nothing” definieren, welche Sorte von Arbeit die Hefte beinhalten. Bei ToDo haben wir eine genau definierte Arbeit, die zu einem bestimmten Zeitpunkt beendet ist und wir unser Werk danach betrachten können (so wie es halt beim Programmieren ist). Bei Learn können wir nicht genau sagen “jetzt habe ich fertig gelernt”. Der Abstand zwischen den Lernphasen darf nicht zu groß sein und ich habe die schlechte Angewohnheit alle ToDos zuerst zu machen und dann erst die Learn-Sachen zu beginnen, damit ich sämtliche restliche Zeit damit verbringen kann. Learn sind also Sachen, die eingeschränkt erledigt werden können. Und Nothing beinhaltet alle Hefte, die aktuell gerade nicht so wichtig sind.
Somit teilen wir es in 3 Gruppen.

3. Phase: Arbeiten

Die 3. Phase sollte jeder kennen. Man hat alles geordnet und geschlichtet (um die Zeit rauszuzögern), aber nun ist man dran. Man muss lernen und die 7 Zwetschen erledigen. Aber bleibt optimistisch! Auch wenn man nicht motiviert ist, so kann man immer irgendeine Situation herbeirufen, damit man etwas mehr in Lern-Stimmung ist. Ich beispielweise motiviere mich zum Lernen bereits dadurch, dass ich die Sachen ordne. Wenn ich realistisch meine Arbeiten einschätze, brauche ich mich nur mehr auf die eine Sache konzentrieren und der Rest steht sowieso auf der ToDo-Liste. Wenn selbst das nicht klappt, dann hilft es, dass ich kurz runter in die Küche gehe und einen Kakao trinke. Ich schalte kein Radio ein, rede mit niemanden und esse auch nichts. Ich genieße die absolute Ruhe. Danach fühle ich mich so gelangweilt und ruhig, dass die Lust nach irgendetwas zu tun steigt; auch Lernen. Das hilft mir oft.
Gut… das ist mein persönlicher Standpunkt, aber wie ist es bei bei anderen? Natürlich kann ich keine Antwort darauf geben und eine Statistik würde auch nicht viel Sinn machen. Ich gebe nur den Tipp: Selbstbeobachtung. Man sollte sich oft mit der Situation Lern-Faulheit konfrontieren und selbst beobachten, was motivierend wirkt. Oft sind es nur die Kleinigkeiten, die großes ausmachen. Und dann sollte es auch mit dem Lernen klappen…

  1. Zum Anfang meiner Gymnasium-Schulzeit habe ich mich schnell von einem “neurotischen Perfektionisten” zu einem “neurotischen Minimalisten” entwickelt, was so ca. das gegenteil ist. :D

    Aber irgendwo da drinnen steckt noch der Perfektionist, der sich nur selten an die Oberfläche wagt.. :D zb. beim schreiben von Hausübungen (wenn es der Minimalist in mir zulässt diese überhaupt anzufangen)

    Ja, und jetzt stehe ich oft vor dem Problem ein Gleichgewicht zwischen den beiden zu finden… was unglaublich schwer ist. Beispiel HÜ: Entweder nicht machen oder Perfekt machen. :D

Leave a Comment


NOTE - You can use these HTML tags and attributes:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>