WordPress sucks! Das ist nicht nur zitiert, sondern ich mag es selbst nicht. Übrigens ist gerade 2.6 heraus gekommen. Während ich noch keinen python-Hoster habe und auf TextPress (DevBlog) warte, bin ich auf der Suche nach einem BlogSystem (!= WordPress) aber trotzdem inklusive PHP. An der Stelle habe ich irgendwie toendaCMS gefunden und mal ausprobiert.
Auf der Homepage steht verdammt wenig und überall informiert der Autor darüber, dass er alleine entwickelt und er somit keinen guten Support bieten kann. tuendaCMS selbst ist nur die zusammengestückelte Version aus den versch. Wünschen seiner Kunden. Templates und Plugins sind natürlich auch nicht viele vorhanden, aber darauf lege ich nicht viel wert, weil ich sowieso meinen speziellen Kram selbst schreiben will.
Die aktuelle stable Version nennt sich toendaCMS 2.0.0 “Hiroshima”. Ich habe es heruntergeladen und gleich meldet sich ein Problem: “Die Dateien liegen nicht im Zip2.0-Format vor” (meldet sowohl WinRAR als auch WinZip). Das heißt das ganze gezippte Archiv kann man nicht extrahieren und deshalb habe ich die alte Version 1.6 heruntergeladen (dazu habe ich ihm auch kurzerhand eine Supportmail geschickt).
Auffallend ist auch die Größe. Während WordPress auf 4MB kommt, verschlingt toendaCMS ganze 11,6MB Webspace. Natürlich muss man auch sagen, dass es mehr Features gibt. Dazu zählt nicht nur MySQL, sondern auch MS SQLServer05, PostgreSQL oder einfaches XML. Ich habe spontan die XML-Methode gewählt und wollte das einmal ausprobieren. Außerdem soll es RSS 0.91, RSS 1.0, RSS 2.0, Atom 0.3 und OPML unterstützen. Vorrausgesetzt wird dafür PHP mit xml, zlib und GD, wobei ich sicher auf den GD-Einsatz nochmals ein Auge werfen werde. Ist das Projekt einmal online, wird man durch eine Installation geführt. Länger braucht sie auf jeden Fall – als WP mit der “berühmten 5-Minuten-Installation”. Noch eine Kleinigkeit fällt auf: Es benötigt für insgesamt 9 Ordner Schreibrechte, was auch negativ auffällt (WordPress braucht 1; wobei WP natürlich mit MySQL arbeitet). Schafft man es nicht diese Installation sofort fertig zu bringen, so sind für eine Weile auf der (nahezu) ersten Seite Informationen über dein System öffentlich (Systembenutzername, PHP-Version, Zend Version, WebServer, PHP-Module, SafeMode, register_globals) einsehbar. WordPress zwingt hierzu eine Veränderung im Dateisystem (wp-config-sample.php), damit es überhaupt zur Installation kommen kann und keine Daten öffentlich verfügbar sind.
Ist es einmal online, findet man ein sehr schönes Design vor. Das Standard-Design “Kubick” von WP gibt es auf für toendaCMS; das Standard-Design denke ich basiert auch auf irgendeinem bekannten WP-Design (Wie war der Name? :-/ ). Auffallend sind auf die zahlreichen W3C-Buttons im Footer. Die Seite selbst basiert nicht auf dem W3C-Standard und hat das klassische Problem wie MyBlog2.0 im IE6: Die Sidebar wird unter die Inhaltsseite geschoben (sprich: weder w3c-konform noch browserkompatibel, wie es in den Buttons steht). Ist man im Administrationsbereich, weiß man wieso das Ganze auf 11MB kommt: gegenüber einem BlogSystem wie WP ist hier Terminplaner, Umfragen und alles mögliche enthalten, um das Designen auch Nicht-HTMLlern und CSSlern zu ermöglichen. Die Klassiker wie TinyMCE sind auch enthalten. Es sind sehr viele Funktionen verfügbar; nur braucht man eine Weile um sie überhaupt in einem Untermenü zu finden.
Wie sich das ganze in der Praxis bewähren wird, steht natürlich in den Wolken. Ich wollte hauptsächlich nicht WP verwenden und bin natürlich auch den WP-Standard gewohnt. Auch wenn ich oben einige Kritikpunkt aufgelistet habe, so gefällt es mir bisher dennoch gut und ich werde mir noch einmal den programmiertechnischen Teil anschauen. Vielleicht schaffe ich eine SQL-Injektion
Auf jeden Fall dient dies vorerst als BRG-Projekte-Development-Blog (BDB). Ist aber nur für uns “Mitarbeiter” gedacht
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