Ein Schuljahr. Zeit für ein Resumée.
Gestern habe ich mein Zeugnis bekommen. Die Zielnoten vom Schuljahresanfang konnte ich nicht erreichen. Es ist eine Art mathematischer Limes und ich mache eigentlich kein großes Thema daraus. Das Ziel war hoch angesetzt und der Notendurchschnitt wiederspiegelt nicht eindeutig die Kenntnisse eines Schülers. Es gibt in diesem Schuljahr Gutes, Schlechtes und Neutrales zu berichten.
Neutral ist die Tatsache, dass es zweifelsohne das schwerste Schuljahr meines bisherigen Lebens war. Teilweise bin ich um 18 Uhr heim gekommen und habe bis 2 Uhr in die Nacht für die Schule gelernt. Teilweise bin ich an meine psychischen und körperlichen Grenzen gestoßen. Viele Tests und Schularbeiten und sehr erfahrungsreiche Erlebnisse [1, 2, 3]. Bei den Projekten bzw. “Informatik-Fortbildung” ist wie geplant/erwartet nicht viel weiter gegangen, jedoch kann ich trotzdem einige Ereignisse vorweisen [1, 2, 3, 4, 5].
Negativ: Eine Lektion konnte ich in diesem Jahr besonders mitnehmen: Bringe Leistungen nicht zu spät. Der letzte PUP-Test ist wohl kennzeichnend: Für den Test schlecht gelernt und am Tag nach dem Test habe ich die PDF geschrieben und dann verspätet natürlich alles gewusst/gelernt. Dies konnte ich mehrmals im Jahr feststellen. Ändern möchte ich meinen Fehler jedoch nicht unbedingt: Erst bei den Tests machen sich Lehrer Gedanken über Strukturierung und die wichtigsten Themen des Stoffes. Dies kann man sehr gut verwenden, um den Stoff besser zu verstehen und es im PDF einzubauen. Deshalb sind Stoffzusammenfassungen nach dem Test sinnvoller als zuvor. Nur ist es halt für die Note nicht sehr gut.
Positiv: Auf irgendwas muss man auch stolz sein. In diesem Jahr ist es (wie in den letzten Jahren beinahe auch) mein sehr vollständiges Heft. Die letzten Schulwochen habe ich leider viel gefehlt, aber ich glaube niemand hat so ein vollständiges Heft wie ich. Sobald ich irgendwo gefehlt habe, photographierte ich die Mitschrift meiner Kollege und schrieb nach. Mitten im Heft habe ich auch selbst ausführliche Zusammenfassungen vom Stoff geschrieben; nur der Vollständigkeit halber. Teil meiner Sommerferien wird es diese Zusammenfassungen nochmals zu überarbeiten und Themen, die ich noch nicht bearbeitet habe, ebenfalls auszuarbeiten.
Weshalb hat es mit meinen Noten nicht geklappt? Genau die Hälfte der eingetragenen Schulnoten halte ich nicht für angemessen (spielt keine Rolle, ob Note besser/schlechter als Leistung ist). 50% ist die höchste Prozentzahl bisher. Der größte Punkt, den ich dafür verantwortlich mache, ist die uneinheitliche Notenbeurteilung der Lehrer. Der Eine legt wert auf die Mitarbeit, der andere errechnet das arithmetische Mittel aus allen Semesternoten. In einem Fach bekam ich ohne Prüfung/Wiederholung oder irgendwas einen Einser. Der Grund dafür ist meine gute Mitarbeit (ja, bin daran interessiert und nerve den Lehrer dauernd mit tiefgründigeren Fragen). Umgekehrt habe ich ein Fach, wo ich jedes Mal gute Noten abgeliefert habe und bei einer unangesagten “Mitarbeitsüberprüfung” bin ich als Einziger der Klasse innerhalb des Zeitlimits – mit allen Fragen korrekt beantwortet – fertig gewesen. In diesem Fach habe ich die schlechteste Note des Zeugnis’. Wegen ihr gehöre ich nicht zu den 6 “guten Erfolgen” aus unserer Klasse (es hat 2 ausgezeichnete Erfolge gegeben).
Naja… jetzt fehlen noch abschließende Worte: Ich bin total fixiert auf die Matura und 8. Klasse. Ich freue mich schon auf meine Informatik-Matura und ich fürchte mich vor meiner Musikmatura. Ich denke ich werde sehr viel freiwillig nächstes Jahr arbeiten, aber die Schüler-Lehrer-Beziehung wird wohl bei einigen Fächern auf die Probe gestellt. Vorerst habe ich aber einmal Ferien und da werde ich ein bisschen Maturavorbereitung betreiben. Aber darüber blogge ich sowieso im nächsten Beitrag


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