Insgesamt 3 Tage war ich mit dem ToDo-Punkt “RSS-Feeds sortieren” beschäftigt. Mein Ziel war es die RSS-Feeds so durchzuschauen, dass ich die nächsten 2 Jahre mich nicht darum ärgern muss. Die Durchführung ist genau vorgelegt: ich sammle alle möglichen interessanten Feeds und lösche dann einige heraus, die zu unwichtig für mich sind. Als Resultat erhalte ich die wirklich interessanten, die ich die nächsten 2 Jahre lesen werde.
Die Liste bestand ursprünglich aus über 200 Feeds. Einige davon sind jedoch veraltert (vor allem im Webdevelopment-Bereich findet man zahlreiche “tote” Feeds) oder entsprechen nicht meinen Aufnahmekriterien. Die resultierende Liste beinhaltet rund 110 RSS-Feeds zu Blogs, die meinem Interessenbereich entsprechen oder etwas besonderes im Web sind. Und wie schaut es mit dem Lesen aus? Ich war jetzt 2-3 Tage sage und schreibe 2 Stunden pro Tag mit dem Lesen beschäftigt. Das fängt an bei den aktuellen Entwicklungen von xhtml5 im WhatWG und endet bei einer 50-jährigen Frau, die seit 1999 mit Webdevelopment zu tun hat. Natürlich umfasst mein Interessengebiet auch Programmiersprachen, News und halt die Blogs meiner Kollegen/Bekannten/Verwandten. Das kann durchaus informativ sein. In Blogs, in denen 5-10 Beiträge pro Tag erscheinen, lasse ich auch durchaus ein paar Beiträge aus, aber Aktuelles aus Bereichen wie Hardware hört man nur in unbekannten Blogs, die niemand liest.
Eine Tatsache nervt mich unheimlich: Manche Themen werden nur in den Blogs angesprochen, die sich auf das jeweilige Thema spezialisieren. Umgekehrt schlug die Nachricht von Knol unheimlich ein. Mir tut mein Beitrag regelrecht leid. Meine Lösung für dieses Problem: Private Blogs sollten sich als diese kennzeichnen und klar zum Ausdruck bringen, dass sie um die Themen handeln, die die jeweilige Person beschäftigen. Andere Blogs sollten auf ein Thema konzentriert sein und nur zu diesem bloggen. Das hieße die Nachricht von Knol dürfe nur in Googles Blog, Webdevelopment-Blogs, SEO-Blogs, andere WebWeblogs und in privaten Blogs erwähnt werden. Die privaten Blogs abonniert man dann nur von Personen, die man persönlich kennt. Ich selbst werde einmal dieser Philosophie zu folgen versuchen. Es ist mir nach der Regel gestattet über Knol zu bloggen (da dies ein “privater Blog” ist), aber ich möchte es selbst nicht. Für solche Nachrichten gibt es sinnvollere Quellen.
Naja… und damit es nicht weiterhin bei 2 Stunden pro Tag bleibt, lösche ich jeden Tag 3-4 Feeds raus. Aktuell fällt es mir noch leicht. Vor allem Blogs, die man neu abonniert hat, löscht man gerne (wobei ich nicht dieser Philosophie folgen möchte
). Naja… Thomas A. Limoncelli hatte Recht: Das moderne Pendant zu Mailing-Listen sind RSS-Feeds. Wenn man unproduktiv sein will, liest man den ganzen Tag und glaubt damit produktiv zu sein
PS: Wer Probleme beim Abonnieren von neuen-alten RSS-Feeds mit Thunderbird hat, sollte sich diesen kurzen Beitrag von pc-wissen-online.de durchlesen
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