BlogActionDay: Armut

Armut… hat verdammt viele Aspekte auf die man alle eingehen könnte. Doch ich glaube ich werde auf einen speziellen Aspekt eingehen, den wir auch in der Schule bereden: Armut in Zusammenhang mit Globalisierung und Politik. Leider kann ich bei diesem Teilaspekt auch nur kurz ansprechen.

Wir sind in einem Prozess. Die Wirtschaft wird schneller. Das Leben wir schneller. Wir sind schneller beim Erfolg und wir sind schneller bei der Armut. Kapital wird tagtäglich in Sekundenbruchteilen von einem Ort an den anderen um die Welt geschickt. Fehler können entstehen. Neben dem immer stärkeren Druck versuchen Menschen ein normales, familiäres Leben zu führen. Manche versuchen sich zu entschleunigen. Um eine Bevölkerung allgemein vor der Beschleunigung zu schützen – die von der Globalisierung ausgelöst wird, müssten mehrere Schritte notwendig sein. Als wichtigstes sei der Ausstieg aus aktuellen globalen Entwicklungen (Zusammenarbeit mit WTO und EU beenden) zu erwähnen. Doch jetzt die Frage: Wer ist eigentlich arm?

Die Industrieländer haben genauso mit Problemen zu kämpfen wie die Entwicklungsländer. Eines habe ich oben angesprochen. Sind mit “arm” alle Menschen zusammenzufassen, die einen niedrigen Lebensstandard führen müssen (das würde klar aussagen, dass Bewohner der Entwicklungsländer arm sind; Industrieländer-Einwohner nicht)? Sind mit “arm” alle Menschen zusammenzufassen, die gesetzlich nicht mindestens einen Fernseher besitzen müssen? Ich denke Armut hat so viele philosophische Aspekt, dass eine pauschale Definition nicht möglich ist…

Ich denke auf die Fragen der Armut gibt es keine Antwort. Jahrtausende lang haben wir verschiedene Systeme ausprobiert. Kapitalismus und Demokratie haben sich bei uns durchgesetzt. Wir müssen uns damit zufrieden geben, dass es einfach ein Prozess ist. Wir entwickeln uns und schwimmen wie Fische in einem Teich. Manchmal geht es bergauf; manchmal bergab. Vielleicht haben wir in 200 Jahren die selbst wirtschaftliche Situation in Europa wie in Afrika oder kann es dann sein, dass alle “reich” sind? Ist es überhaupt möglich, dass ein einheitlicher Lebensstandard für alle hoch gehalten werden kann? Können alle Menschen gleich viel arbeiten und trotzdem einen höheren Lebensstandard genießen?

Ich bin jedenfalls froh, dass ich als Teil von Kärnten/Österreich/Zentraleuropa/EU/Welt in einer Umgebung arbeiten kann, die es mir erlaubt Spaß an Arbeit zu haben und es mir ermöglicht das Leben zu genießen. Je niedriger der Lebensstandard ist, desto schwieriger sind jene Dinge. Zweifelsohne musste für die heutige Situation jahrelang gute konzeptionelle Arbeit geleistet werden. Insofern zähle ich mich zu den “Reichen” und bin in der Situation “reich” in der ich bin. Nach vorne zu blicken und für bessere Zeiten zu arbeiten ist immer gut :-)

Gulli will’s wissen: Vergangene Woche? Ich würde sagen 0 Dollar ;-)

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