Cloud Computing

Bei der BRG4-Konferenz war es spannend über Microsoft und Google zu reden. Als Grundlage nahm ich die Spannung zwischen lokalem Arbeiten und den Cloud Computing. Während Microsoft zB mit dem Office-Paket über Jahre führend bei lokalen Anwendungen ist und Google die Büroaufgaben online ermöglicht (zB Google Docs), vermischen sich die Gebiete der beiden Firmen. In welche Richtung die beiden Firmen blicken müssen, ist ungewiss. Nachdem – wie Dirk berichtet – sich Richard Stallmann nun auch gegen Cloud Computing ausspricht und Amazon einen Content Delivery Service anbietet, muss ich das Thema kurz anschneiden.

Cloud Computing bezeichnet die Idee, dass Daten nicht mehr lokal auf der eigenen Festplatte gespeichert werden, sondern einem Anbieter übergeben werden, der dann über ein Netzwerk (meist Internet) erreichbar (meist Webbrowser) ist. Der große Vorteil liegt darin, dass das Austauschen von Daten mit Freunden wesentlich einfacher ist, weil einen Internetzugang hat schließlich der Großteil. Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die Mobilität. Auf die Daten kann von überall zugegriffen werden.

Datenschützer greifen sich auf den Kopf. Server können schnell man Opfer einer Attacke werden und der Austausch der Daten kann wesentlich unbewusster von statten gehen. Auf dem lokalen Rechner sind zwar Dateien auch nicht sicher vor Viren, aber trotzdem noch wesentlich unzugänglicher. Die Rechenleistung der lokalen Computer ist auch ungeteilt und im Internet befindet sich eine weitere Zwischenleitung (Telefonleitung), die die Verfügbarkeit beeinträchtigt.

Ich persönlich schließe mich dem lokalen Speichern und Verarbeiten von Daten an. Solange die technischen Möglichkeiten nicht ausreichend gesichert sind, kann ich jedem nur davon abraten. Moment mal… mit SFTP, einer sauber programmierten Weboberfläche und einem hohen Sicherheitsstandard ist Computer Computing heute schon sehr sicher. Stimmt… leider betrifft das aber nicht den Normalanwender, der noch immer mit FTP seine Homepage auf den Server lädt und seine E-mails unverschlüsselt schickt. Die starke Differenz zwischen lokal und online (sprich: ich überlege bewusst, was ich ins Internet stelle und was Google eventuell finden könnte) ist mir persönlich sehr wichtig. Ich kann jeden verstehen, der seine Daten gerne (wenn überhaupt) nur zentral (an einem Ort) ins Internet stellt. Einer der Gründe für die neue Domain lukas-prokop.at

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