Kann man die ganze Schullaufbahn entlang schlechte Noten haben und dann zur Matura lauter Einser?
Monthly Archives: December 2008 - Page 2
Maturafrage – die zweite
Linux ist nicht Windows
Zum allgemeinen Part:
“Wenn Linux XY täte, würden viel mehr Leute von Windows zu Linux konvertieren!”
Ich kann mich dem anschließen. Viele Funktionen unter Linux erscheinen vergleichsweise schlecht, wenn man es mit Windows-Produkte vergleicht (ich fechte hier einmal die Standardprogramme – vor allem Totem – von GNOME an). Ich bezweifle es nicht, dass das Programm bis ins kleinste Detail anpassungsfähig ist. Ich bezweifle es nicht, dass ich nach 24 Stunden Einlesezeit die ganzen Fehler selbst ausmärzen könnte. Aber die Frage ist halt immer nach dem Nutzen. Wieso sollte ich 24 Stunden investieren um ein Programm zu erhalten, was man sich eigentlich erwarten kann?
Hier ist ganz klar: Entspricht nicht den Idealen von Linux. Linux sollte nur der verwenden, der bereit ist jene 24 Stunden zu investieren. Dafür darf er hinterher auf sich stolz sein, das technische Know-How zu haben. Aber es ist ein Faktum, welches sich jeder bewusst sein soll. Linux will scheinbar nicht die breite Masse ansprechen. Und deshalb empfehle ich keinem anderen Druchschnittsmenschen Linux. Möchte Linux das Faktum ändern, muss Linux anders vorgehen. Aber es besteht ja scheinbar kein Interesse.
Und diese Herleitung wird auch in den Zeilen danach (ziemlich gut) in dem Artikel erklärt.
Jetzt kommen wir zu dem Fazit: Linux ist nichts für die breite Masse. Das ist nur insofern ein Problem: Die Hardcore-Entwickler entwickeln etwas, was die breite Masse gar nicht braucht. Damit wird eigentlich das größte Anwendungsfeld mit der schlechtesten Software abgedeckt. Irgendwie traurig, oder?
Aber jetzt zum Grund für diesen Artikel:
… und nur Sie sie nicht mögen, weil Sie ein “altmodischer Linux-Nutzer” sind, der GUIs für eine Ausgeburt des Teufels hält und meint, jeder sollte gezwungen werden, das CLI [...Shell...] zu benutzen.
Die Shells halte ich für die benutzerfreundlichste Variante einen Computer zu bedienen. Manche wollen es nicht glauben, aber die GUIs sind meiner Meinung nach ein konzeptioneller Fehler. Woher sollte ich wissen, wie ich zu einem Menü komme? Woher sollte ich wissen, wo sich der Button befindet? Mausbedienung, Fenster schließen, Fenster minimieren, … sind alles schreckliche Konzepte mit denen wir uns bereits abgefunden haben und gar nicht mehr überlegen, wie kompliziert es für Anfänger ist. Das ganze Problem gipfelt in Webseiten. Wieso sollte ich eine andere Suchmaschine verwenden als Google? Muss ich wieder die ganze Navigation auf der neuen Webseite kennen lernen. Ich würde gar behaupten, deshalb wollen 80% der Kunden von Webseitenprogrammierern ganz schlichte Seiten. Ich würde gar behaupten, deshalb entwickeln so viele Menschen eine Xenophobie vor neuen Webseiten.
… auch ein Grund RSS zu lieben
Hingegen bei Shells habe ich sämtliches Zeug auf einem Haufen. Ich kann unkompliziert jedes Programm öffnen und mit peval rechnen (wenn mir echo $[4+5] zu kompliziert ist). Ich kann meine ganzen Aktivitäten von einem zentralen Punkt aus steuern (bei GUIs wird es mit dem “Desktop” simuliert) Gehen meine Interessen weiter hinaus, kann ich mich näher mit der Shell beschäftigen. Doch mit wenig Vorkenntnissen kann ich meine normalen Aufgaben erledigen, ohne den Button finden zu müssen. Mit Strg+C kommt man notfalls aus dem Programm auf die Konsole hinaus.
Aber hier sieht man, wieso ich Informatik liebe. Man kann solche Sachen optimieren und anpassen
PS: Eh klar. Ich bin genauso ein Verfechter von Shells. So weiß man nie, welchen Befehl man man eingeben muss. q, quit oder exit? Das betrifft jetzt nicht direkt die Shell (weil es ja vom laufenden Programm gesteuert wird), aber Linux im Allgemeinen.
Und hinterher bereue ich die Veröffentlichung des Beitrags und es zeigt mir, dass ich den Linux-Gedanken noch nicht verinnerlicht habe. Wird Zeit mich näher damit zu beschäftigen. Das Interesse ist bereits da
PAA vs. PDA
Thomas A. Limoncelli unterscheidet zwischen PAA und PDA. Während PDA (Portable digital assistant) die digitale Version bezeichnet, ist ein PAA “ein papiernes Notizbuch”. Ich wollte auch über die Vor- und Nachteile schreiben, die immer wieder erwähnenswert sind, doch Dirk hat das Thema sehr schön zusammengefasst.
Ich verwende eine stinknormale Textdatei für alles mögliche (unwichtig & wichtig) und muss ich mir Sachen daraus merken, schreibe ich sie mir heraus (PAA). Den PDA (Palm m500) verwende ich nicht mehr (war mir zu kompliziert und Lehrer haben die schlechte Angewohnheit gleich zu denken, dass Schüler irgendwas Schlimmes damit anstellen – ein weiterer Nachteil des PDAs
). Aber eine PDF über meine eigene Organisation bin ich mir noch schuldig
Buchtipp: “The Wave”
Der Klassiker
Titel: “The Wave – The classroom is out of control”
Autor: Morton Rhue
Seiten: 106
Kapitel: 17
ISBN: 0-14-037188-5
Verlag: Puffin Books
Erschienen: 1981 (unbekannte Auflage)
Notizzettel: The Wave
History teacher Ben Ross couldn’t answer the question of a student how Germans believed into nazism besides concentration camps and all the terror that was going on. The students were deeply bothered by the movie they watched about the Third Reich. The next day he starts an experiment to make his students feel like in World War II by their own. But the experiment goes out of control…
Sehr spannend. In Religion haben wir die beiden Verfilmungen gesehen. Der amerikanische Kurzfilm ist sogar auf Youtube (1, 2). Sehr angenehm zu lesen, weil es sehr direkt erzählt wird. Dadurch ergibt sich auch die Kürze des Buches. In der Kürze liegt die Würze und ich kann eigentlich sagen, dass es mein erstes Buch auf Englisch war. Ich habe alles verstanden, was aber auch kein Wunder bei dem leichten Englisch ist und wenn man davor den Film (nach dem sich das Buch richtet) gesehen hat. Schade fand ich nur, dass immer wieder der Nationalsozialismus erwähnt wurde. Es wäre spannender gewesen, wenn der Autor anfangs über die Zeit spricht, während des Experiments niemals Referenzen gemacht werden und erst gegen Ende das Ziel des Experiments offenbart wird. So wie in einem Kriminalroman (anfangs Mord, schlußendlich Auflösung). However… gutes Buch. Noch besser gesagt: Interessantes Thema. Aber amerikanischer Film ist eindrucksvoller
That film, it really bothers me. Doesn’t it bother you? (Laurie to David)
Something bothered Ben Ross
STRENGTH THROUGH DISCIPLINE, STRENGTH THROUGH COMMUNITY
On his own, Ben had tried to find out what it was that attracted students to The Wave
Laurie Saunders is a threat. She must be stopped (Robert)
Laurie, is it possible that we’re wrong about The Wave? (David) No David, we’re right (Laurie)
Feed me…
Cooles T-Shirt. Da mache ich doch gleich mit
Wenn das wirklich klappt, poste ich dafür hier ein Photo
Internet-Tod?
Tod des Internets um zwei Jahre verschoben. Die Frage, wie lange das Internet leben wird, fand ich immer schon interessant.
Das gleiche Szenario stellte ich mir bei Betriebsystemen bzw. großen Softwarestücken vor. Wenn immer mehr Quelltext hinzukommt und die Verwaltung komplexer wird, dann wird das alte System einmal zu unwirtschaftlich (1, 2). Ein neues System muss her. Eventuell ein ganz neues. Bei Software habe ich hier eine klare Meinung gefunden, dass es niemals so sein wird. Faktoren wie Komplexität erhöhen einfach die Nachfrage nach Software, die Softwareentwicklung wieder einfacher macht. Mit der OOP und dem Zusammenführen von Dateien (import, include) wurde hierfür bereits ein großer Fortschritt getan. Der Software-Kollaps bei großer Software kommt nicht zustande, weil (meist) das Überleben einer Firma vom Überleben der Software selbst eine wichtige Rolle spielt. Die Nachfrage fördert die Lösung des Problems. Kapitalismus wirkt. Und was ist mit dem Internet, welches nicht direkt Software ist?
Die Technik-Freaks werden klar sagen, dass das Internet unsterblich ist. Ich ebenso. Der Tod wird aber nicht wie beim Menschen durch einen internen Fehler ausgelöst, sondern vielmehr könnte er durch den Verlust des wirtschaftlichen Interesses verursacht werden. In den Ursprüngen des Internets waren rein wirtschaftlicher Faktoren für die Entwicklung verantwortlich. Langsam interessierten sich nicht nur Wissenschaftler für den freien Informationsaustausch (btw. zwischen Frankreich und Schweiz – siehe CERN) und Geeks fanden Spaß daran private Homepages zu basteln, alle Domains auswendig zu kennen und Firmen begannen sich online zu präsentieren. Die virtuelle Online-Kriminalität und freie Verbreitung von Pornographie entstand dabei auch. Die Entwicklungen reichen von HTML, DHTML, Javascript, Internet Explorer, CSS, Firefox, AJAX bis zu RDF, aber genauso entstanden web.de, yahoo.de, Google, facebook und Wikipedia. Letztendlich kann man sagen, dass die Technik hinter dem Internet alt – aber nicht veraltert – ist. Die Oberfläche des Internets (HTML, Browser, etc.) wird sich weiterentwickeln und es besteht weiterhin großes Interesse am Fortschritt. Firmenwebseiten gewinnen an Bedeutung. Aktualität, Simplizität und Information stehen an erster Stelle. Private Webseiten gehen ein; Blogs boomen. Wodurch könnte jetzt das Internet also an Interesse verlieren?
- Neue Innovation (Nachholbedarf besteht zB noch bei der Verteilung und Bewertung von Informationen oder Zentralisierung von Informationen)
- Die “Leiter” des Internets schaffen eine falsche Entwicklung
Ich persönlich stelle eine ziemliche Verschrottung des Internets fest. Jeder muss Inhalte hineinstellen, die (am besten) ewig online bleiben. Betreffend Texte und Videos. Ich persönlich hasse diese Philosophie und lösche/korrigiere gerne Inhalte, die sich als falsch erweisen. Das ist der einzige Grund, wieso ich gerne Inhalte zentral verwalte und ungern in fremde Gästebücher von Webseiten schreibe, die altmodisch sind und nie Inhalte zumindest nach 3-4 Jahren löschen. However… das Internet wird weiterleben und nicht so schnell aussterben. Auch wenn es zugemüllt wird.
Vielleicht finde ich eine ausführlichere Antwort im Spezialgebiet für Englisch
Buchtipp: “Abschied von Sidonie”
Und das zweite traurige Schulbuch
Titel: “Abschied von Sidonie”
Autor: Erick Hackl
Seiten: 127
Kapitel: 11
ISBN: 978-3-257-22428-3
Verlag: Diogenes Taschenbuch
Erschienen: 1991 (unbekannte Auflage)
Notizzettel: Abschied von Sidonie
Im Krankenhaus von Steyr wird die neugeborene Sidonie abgegeben. Aufgrund finanzieller Probleme muss sie schnell vom Krankenhaus wegegeben werden. Das junge Paar Hans und Josefa Breirather entschließen sich sofort es (neben ihrem Kind Manfred) zu adoptieren. Sidonie ist ein fröhliches, junges Mädchen, jedoch hat sie Probleme in der Schule und … sie ist eine Zigeunerin. Aufgrund dieser Tatsache wird sie regelmäßig gehänselt und das Leben im 2. Weltkrieg gestaltet sich schwer. Die Probleme gipfeln als sich das Jugendamt Steyr meldet und angibt, Sidis Mutter gefunden zu haben. Was erwartet Sidonie?
Zitate:
Und was ist, wenn die Farbe runtergeht?
Wäre auch kein Unglück.
Aber besser gefällt sie mir so.
Mir auch, sagte Josefa.Internationale Zentralstelle zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens
Ich finde es ganz in Ordnung, wenn das Kind zu seiner Mutter kommt und befürworte dies auf jederzeit (Bürgermeister Eder)
Buchtipp: “Schlafes Bruder”
Titel: “Schlafes Bruder”
Autor: Robert Schneider
Seiten: 204
Kapitel: 19
ISBN: 978-3-15-020743-7
Verlag: Reclam Taschenbuch
Erschienen: 2007 (30. Auflage)
Notizzettel: Schlafes Bruder
Johannes Elias Alder wird in (dem von Inzucht befallenen) Eschberg geboren. Er pubertiert frühzeitig und verfügt über ein ausgeprägtes Gehör. Er verliebt sich in den Herzschlag seiner Cousine Elsbeth. Nachts lässt er sich in der Kirche einsperren und übt das Orgelspiel, welches er zur Perfektion bringt. Doch Elsbeth wird an einen anderen Mann vergeben. Wer kann lieben, wenn er schläft? Elias beschließt 22-jährig nicht mehr zu schlafen und stirbt…
Zitate:
Er fing an, Gefallen daran zu finden, Musik gegen die Gesetzmäßigkeiten des Ohres zu komponieren
Ist die Liebe nicht wichtiger als das höchste Genie dieser Welt?
Dass nicht einmal die Hochzeit ein Freudentag sein darf, weil durch die Freude die Sünde in die Welt gekommen sei
Kömm, o Tod, du Schlafes Bruder
Der Choral aber war der Tod
Und Elsbeth wurde Musik
Ja einmal lachte er sogar und sagte, dass dem Menschen durch den Schlaf die schönste Zeit des Lebens geraubt würde
Was meint Liebe?
Logging-Week
Eine Woche lang zeichnete ich auf, was ich so den Tag über mache. Wie erwartet kann man natürlich nicht alles dokumentieren. Man vergisst Sachen und zu genau möchte man dann auch wieder nicht werden (“ich sitze am Klo”
). Auf jeden Fall war es doch irgendwo erfolgreich und insgesamt habe ich jetzt doch ein bisschen eine andere Einstellung zum Alltag und vor allem wird einem der Alltag bewusster. Letztendlich habe ich noch ein paar Tage aufgezeichnet, weil eine Woche alleine zu kurz ist. Insgesamt sind die Daten nicht repräsentativ, weil es immer sehr extreme Wochen sind und jede Woche seine Individualität hat.
Ein paar Begriffe:
- daily = Alltägliches (RSS, E-mail, Webforen kurz durchblättern, ToDo-Listen durchschauen)
- school = tiefer Schulisches (nicht unbedingt notwendig, aber möchte ich vor Matura fertig haben)
- todos = Kleine Aufgaben, die ich irgendwann gemacht haben will (HTML5 lernen, Artikel XY lesen, …)
- todo = unerwartete Aufgaben jedes Tages (Bücher bestellen, E-mail schreiben, …)
Die Ergebnisse:
- Wenn ich morgens mit dem Rad fahre, kann ich bis zu 12 Minuten Zeit sparen
- Nachmittags brauche ich mit dem Rad durchschnittlich kürzer als morgens
wobei ich mittags mit höherer Wahrscheinlichkeit Personen treffe (wo ich natürlich langsamer bin) - An Schultagen stehe ich zwischen 5:30 und 6:30 auf und gehe zwischen 22:45 und 02:00 schlafen
An Wochenendtagen stehe ich zwischen 9:00 und 10:00 auf und gehe zwischen 23:45 und 02:00 schlafen - Der längste dokumentierte Tag dauerte 19 Stunden und 10 Minuten
- An einem Tag bin ich zu gar nichts (proj, todos oder schule) gekommen (außer essen, daily, schlafen)
- Durchschnittlich komme ich an Schultagen um 15:19 heim
- Fürs RSS-Feed lesen brauche ich durchschnittlich 25 Minuten
- 11 % Schule
21% Projekte (BRG4, MyBlog, BRGblog, small_proj)
16% Essen ^^
4,5% Fernsehen
9% nicht daheim (Konse, Filmforum Viktring)
14% todo
2% Saxophon
7% Internet (Wikipedia, Informationssuche)
15% Bücher lesen
Der Trend:
- Weniger Fernsehen
- Mehr Projektarbeit, Schulisches

Recent Comments