Netzneutralität

Im Moment erscheint in jedem Blog das Wort “Netzneutralität”. Verbunden ist damit eine wichtige politische Entscheidung für die nächsten Dekaden. Ich hoffe die Antwort auf die Lösung ist am Ende gleich eindeutig und klar wie bei der Kryptodebatte. Ich hoffe natürlich die Lösung stimmt dann vollständig mit meinem Statement überein.

Sämtliche Inhalte müssen zum Kunden gelangen und der Anbieter stellt nur die Infrastruktur zur Verfügung (Anti-Zensur-Prinzip). Der Kunde bzw. die [konfigurierbare] Software des Kunden bestimmt dann welche Inhalte er konsumiert.

Dem widersprichen jedigliche Zensurmaßnahmen im Netz und fehlende Konfigurationsmöglichkeiten einer Software (kleine Anmerkung: das steht meiner Meinung nach im Gegensatz zur UNIX-Philosophie, die für einfache Problemlösungen eintritt). Ein wunderbares Beispiel ist RSS, das mit Überschriften (bei Nachrichten) eine recht schnelle Relevanzsortierung dem Konsumenten ermöglicht. Prinzipiell halte ich RDF-Lösungen für den richtigen Ansatz: Wenn es zB um Pornographie geht, definiert der Webmaster ob der Inhalt jugendfrei ist oder nicht. Ob der Inhalt letztendlich konsumiert werden darf, wird erst direkt vor dem User (zB durch den Browser) entschieden. Leider sind viele solcher Konzepte zum Scheitern verurteilt, weil sie Forderungen an beteiligte Personen stellen oder einfach zu umständlich für jene sind. Letztendlich gilt, dass Stichwortsuchen (und doch nicht RDF) am zuverlässigsten sind.

Zugleich sind diese Überlegungen konform mit dem Grundsatz:

Stelle nichts ins Netz, was nicht öffentlich ist!

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