Rettungssanitäter – FAQ – Teil 2

Ist man bei Einsätzen aufgeregt?
Ist man als RTW eingeteilt, so ist einem klar, dass man Notfälle bekommt. Da man die Indikationscodes liest, kann man sich auch darauf vorbereiten, was dich erwartet. Aufgeregt ist man natürlich, wenn unerwartete Dinge geschehen bzw. wenn man überfordert ist. Bei Einsätzen ist man also im Normalfall nicht sonderlich aufgeregt. Fährt man jedoch als KTW und bekommt plötzlich einen D-Code, wird der entsprechende Adrenalinstoß natürlich ausgeschüttet. Wichtig ist es bloß, dass man auf Patienten nicht aufgeregt wirkt. Innerlich ist man stets angespannt, wenn mehrere Personen vor Ort sind (mehr als dein Fahrer, der Patient und du) oder der Patient nicht ansprechbar ist bzw. der Zustand des Patienten kritisch ist.

Welche Ursache haben die meisten Einsätze?
Sehr schwer zu sagen. Allgemein die Spitzenreiter: Blutzuckerentgleisungen, Schwindel, Kopfverletzungen, Atemnot, Alkohol-Intoxikationen, VA Schlaganfälle, Hypertonien, Schnitt- oder Rissquetschwunden (Arbeitsunfall). Ein großer Teil der Verletzungen passiert älteren Personen.

Wieviele Stunden arbeitet man als Zivildiener bei der Rettung?
Gute 200 Stunden durchschnittlich. Jeder 6. Dienst ist eine Nachtschicht. Die knappe Hälfte sind RTWs, die gute Hälfte KTWs. Grundsätzlich ist von 12-Stunden-Schichten auszugehen (besonders bei RTWs). Die Einteilung der Schichten erfolgt jedoch durch die Dienststelle und ist daher dienststellen-spezifisch geregelt. In Klagenfurt bekommt man Dienste zwischen 6 und 12 Stunden zugewiesen.

  1. @2: VA Oberschenkelhalsbruch und Bluthochdruck vll. noch…

    @3: Ja, kommt auch stark auf die Stadt/Dienstelle an: Hatte extrem wenig Nachtdienste zb., in Hermagor sind auch 24 Stunden Dienste üblich.

  2. MeisterLuk

    @2: Oberschenkelhalsbruch hatte ich eigentlich noch nie (zumindest als Diagnose). Bluthochdruck ist wirklich häufig und habe ich auch bereits oben erwähnt.

    @3: ja stimmt. Habe einen Satz hinzugefügt, der das klar stellt.

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