Wir könnten nicht ohne…

Auf der Dienststelle jetzt groß ausgehängt, ist der Artikel aus dem Standard vom 01. August 2010. Gelb markiert ist der erste Satz:

“Natürlich ginge es auch ohne Freiwillige. Aber im Rettungsdienst sind 50 Prozent der Beteiligten Freiwillige, und wir sind der Meinung, dass das auch weiter so sein soll”.

Drunter steht der Satz “Wie bitte” gefolgt von drei Fragezeichen (Wortlaut ist zumindest ähnlich) und unterzeichnet vom Bezirkstellenleiter. Weiters folgt die Frage “Oder wie seht ihr das?”. Meine Sichtweise:

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber wenn ich (als ehrenamtlicher Mitarbeiter) höre, dass der Betrieb ohne uns/mich nicht funktionieren kann, stimmt mich das höchst depressiv / nachdenklich. Ich setze mich einmal in der Woche in den Rettungswagen und führe kranke Leute durch die Gegend (manchmal auch ins Krankenhaus). Etwa 3mal die Woche werde ich angerufen, ob ich diesen und jenen Dienst übernehmen könnte. Während mein beruflicher Kollege mit etwa 100 Euro aus der 12-Stunden-Schicht austritt, verzichte ich darauf und gebe mich mit 2 symbolischen Euros zufrieden. Das ist natürlich nicht der Kritikpunkt, sonst hätte ich mich nicht der Freiwilligkeit verpflichtet. Sondern es stimmt mich nachdenklich, dass ich infrage stellen muss, wie dieser “Konzern” arbeitet. Ich setze mich ins Auto, um den Konzern zu unterstützen. Ich hoffe durch die ersparten 98 Euro kann die Kassa etwas aufgebessert werden und Geld für neue medizinische Geräte bereitgestellt werden oder Erste-Hilfe-Kurse wieder gratis angeboten werden. Ich erhoffe mir dadurch dem Konzern unter die Arme zu greifen und ihm die wirtschaftliche Last zu nehmen, um seine 7 Ideale verwirklichen zu können (die im Gegensatz zum wirtschaftlichen Kapitalismus stehen nach dem er arbeiten muss). Doch was muss ich hören? Gäbe es uns freiwillige Mitarbeiter nicht, gäbe es den Konzern gar nicht. Es ist so als wären die 98 Euro fix für das geringe Gehalt von dem Zivildiener verplant, der rechtlich fragwürdige Arbeit leisten muss. Dies stimmt mich höchst nachdenklich. Welch wirtschaftlich ineffiziente Arbeit ist noch akzeptabel? Wie weit darf Geld veruntreuut werden? Wohin fließt das Geld der Krankenkassen? Wenn dem Dargelegtem wirklich so ist, dann sehe ich meine Position als widersprüchlich mit den Idealen selbst und kann diese nicht mehr im Sinne der Gemeinschaft vertreten.

Stellt euch vor Software und Betriebsysteme könnten nur dadurch bereitgestellt werden, dass jeder Programmierer für die Freiwilligkeit programmiert. Für Outsider sei gesagt, dass es im Sinne der freien Softwarelizenz-Modelle zum Vielfachen passiert (Linux hat diesen Hype damals groß ausgelöst). Programmierer schreiben Code um sich fortzubilden, die technischen Entwicklungen voranzutreiben und durch die Eigenwerbung auch eventuell auf eine Arbeit sehen zu können. Die Software selbst bildet nur ein Abfallprodukt von diesem Prozess. Analog ist es mit der Freiwilligkeit beim RK: Ich arbeite freiwillig, um mich fortzubilden, unser Gesundheitssystem zu unterstützen und eventuell bekomme ich auch einmal eine Arbeitsmöglichkeit bei Bedarf. Wenn jedoch “das Abfallprodukt” schamlos ausgenutzt wird und der Entwickler / Arbeiter selbst in den Hintergrund tritt, bleibt es einem in der Softwareentwicklung nur übrig das Lizenzmodell zu wechseln und im RL aus dem Konzern auszutreten. Ja, tut mir leid alte hierarchisch strukturierten Großkonzerne, dass es sich hierbei um “neue” Gesellschaftsmodelle handelt, die ihr scheinbar noch nicht versteht und auszubeuten versucht. Aber auf Dauer werdet ihr es auch verstehen, dass wirtschaftlichen Diskrepanzen begegnet werden muss. In der Softwareindustrie scheint mir der Prozess schon (natürlich bedingt) weit entwickelt zu sein. In der realen Welt sehe ich noch große Defizite. Ich stelle in Frage, ob diese 80er-retro-apokalyptische Vorstellung “die virtuelle Welt wird kollabieren” nicht in ihrem Gegenteil (reale Welt) auftreten wird (im wirtschaftlichen Bereich).

Übrigens sehe ich diesen Blogeintrag nicht im Widerspruch mit der neuen Social Media Policy des RKs. Ich bin wohl “durch die Feedbackkanäle auf alle verschiedenen Anspruchsgruppen unserer Organisation” eingegangen, doch dieser Blogeintrag untersteht wohl keinem “Copyright” (siehe SMP). Jedoch dem Urheberrecht und der CC Attribution-ShareAlike 3.0 Austria. Tut mir leid, dass ich so viele versteckte Anspielungen machen musste, doch wer sich Gedanken über Wirtschaft und unseren Lebensstil gemacht hat, wird diese Probleme sehen und auch die erwähnten Lösungsansätze neugierig verfolgen. 90% der freiwilligen Mitarbeiter hören es wohl gerne, dass sie “unersetzbar” für den Konzern sind. Tut mir leid, dass ich wieder aus der Masse heraussteche.

Siehe auch: Zivildienst – mein Erlebnis (PDF)

Wir könnten nicht ohne…

Solution: “Permission denied” for compiled C programs

Really annoying: sudo, chmod and chown do not help to get those compiled C programs running. In fact Google returns a lot of useless information. Everybody is talking about the wrong usage of IDEs and ubuntu users are wondered if even sudo <compile command> returns “Permission denied”. I want to save my solution for Google. The problem (for me) was the filesystem.

$ vim program.c # write program
$ gcc program.c -o program # compile program
$ ./program # execute program
zsh: permission denied: program
$ sudo cat /etc/fstab
...
UUID=ab47831-ef   /media/fs  ext3  defaults,rw,users  0 0
...
$ sudo vim /etc/fstab
# change line to...
UUID=ab47831-ef   /media/fs  ext3  defaults,rw,users,exec  0 0
$ gcc program.c -o program
$ ./program
zsh: permission denied: program
$ sudo chmod +x program # add executable flag
$ ./program # success :-)
Solution: “Permission denied” for compiled C programs

Liebe Leute…

Kommentar einer Patientin: “Ich wusste ja gar nicht, dass die jungen Leute so nett sein können”
Kommentar einer Passagierin: “Ja, der Wörthersee ist wunderschön, aber die Jugend möchte immer Urlaub woanders machen”

Liebe Leute, bitte erzeugt nicht Probleme, wo keine sind. Wieso sollte alles Neue/Junge schlecht sein und auf wen sind bitte Reiseunternehmen ausgerichtet? Die Schüler/Studenten fahren mit den Eltern, die Eltern mit kleinen Kindern organisieren am liebsten alles selbst und die Pensionisten fahren am liebsten weit weg, wo sie ihre Ruhe haben und sich um nichts kümmern müssen. Die Ersteren fahren dorthin, wo es ihnen vorgegeben wird. Die Zweiten bleiben möglichst nahe in der Heimat (sofern es kulturell möglich ist). Die Generationsprobleme sind IMHO zum Großteil nicht existent. Bitte macht die Augen auf. Erst dann beurteilt die Welt. Das erspart mir manch unliebsame Smalltalk-Diskussion, in der ich den Kontrapunkt spielen muss. Danke.

Liebe Leute…