Urheberrecht im Alltag

Titel: “Urheberrecht im Alltag – Kopieren, bearbeiten, selber machen”
Autor: Valie Djordjevic, Robert A. Gehring, Volker Grassmuck, Till Kreutzer, Matthias Spielkamp
Seiten: 345
Kapitel: 7
ISBN: 978-3-89331-812-4
Verlag: bpb.de, irights.info
Erschienen: 2008 (2. Auflage)
Referenzen: [1] [2] [3] [4] [5]
Notizzettel: Urheberrecht im Alltag

Beschreibt sehr nett das deutsche Urheberrecht. Der Anfang beschreibt allgemeine Aspekte, die Mitte eignet sich als Nachschlagewerk und das Ende bespricht historische Aspekte und Alternativen. Eine wichtige Rolle im Buch spielt CC. Auch GPL und Copyleft wird natürlich erwähnt.


RSS und Atom

Titel: “RSS und Atom – kurz & gut”
Autor: Jörg Kantel
Seiten: 83
Kapitel: 5
ISBN: 978-3-89721-527-6
Verlag: O’Reilly
Erschienen: 2007 (1. Ausgabe)
Notizzettel: RSS und Atom

Ein recht nettes Buch. Es werden keine Aufgabenstellungen (welche Ziele verfolgen Syndication-Formate?) erklärt, aber einige Beispieldateien hergezeigt. Sehr schön beleuchtet wird der Unterschied zwischen den Versionen 0.92, 1.0 und 2.0 von RSS. Am Ende findet man eine Elementereferenz. Die vorgestellte Software für verschiedene Programmiersprachen ist natürlich nicht mehr ganz up-to-date. Das große Minus bekommt dieses Buch für die zahlreich fehlerhaften Codebeispiele, die (scheinbar) voller Tippfehler sind. Ansonsten eignet sich das Buch für jeden, der zwar die Aufgaben und Ziele der Formate kennt, aber die Elementestruktur kennen lernen will. In ein paar wenig Stunden hat man / hatte ich das Buch vollständig durch.

Umgekehrte Strategie

March 9th, 2009

Deutschlehrerin #1 empfiehlt ein Buch zu lesen. Nach dem Lesen schlägst du Wikipedia nach, um ein paar Notizen zu erhalten, wie du eine Interpretation aufbauen kannst.

Deutschlehrerin #2 befiehlt ein Buch zu lesen. Sie kopiert die Überschriften aus Wikipedia und du musst deine Interpretation danach aufbauen.

Es wäre jetzt zu auffällig die Notizen aus Wikipedia zu nutzen, oder?

Titel: “Anmerkungen zu Hitler”
Autor: Sebastian Haffner
Seiten: 188
Kapitel: 7
ISBN: 978-3-596-23489-9
Verlag: Fischer
Erschienen: Feb 2008 (27. Ausgabe)
Notizzettel: Anmerkungen zu Hitler

Recht interessant. Vielleicht etwas mehr Struktur wäre notwendig, damit man besser folgen kann. Ich kann mir schwer denken, dass jemand gut dem Buch folgen kann, wenn er nicht (wie ich) Notizen macht. Am ehesten habe ich über Hitlers Biographie gelernt.

Lieblingszitate:

“Politik war sein Leben, aber nie sein Beruf”

“Den Mann gibt es gar nicht; er ist nur der Lärm, den er verursacht” (Tucholsky)

“Aber eines war er nie: Staatsmann”

“Sein Herrschaftsinstrument war keine gegliederte Hierarchie, sondern ein chaotisches Bündel unkoordinierter, nur durch seine Person and der Spitze zusammengehaltener Massenorganisationen”

“Denn die Fesseln von Versailles waren aus Papier”

“Denn jetzt war ja Krieg geführt worden und ein siegreich geführter Krieg verlangt, wenn er nicht umsonst geführt worden sein soll, einen Friedensschluss”

“Hatte er schon jetzt beschlossen, wenn er nicht als der größte Eroberer & Triumphator in die Geschichte eingehen konnte, wenigstens der Architekt der größten Katastrophe zu werden?”

“Er war ganz einfach auch eine Massenmörder” “.. nur mit dem Unterschied, dass er fabrikmäßig betrieb, was sie handwerklich verübten”

“war to end war”

anfangs: Opfer graben Massengräber selbst aus und werden dann erschossen
später : Zyklon B in Gaskammern eingeleitet (oft direkt in Zugwagon); direkt angeschlossenes Krematorium

Buchtipp: “The Wave”

December 8th, 2008

Der Klassiker ;-)

Titel: “The Wave – The classroom is out of control”
Autor: Morton Rhue
Seiten: 106
Kapitel: 17
ISBN: 0-14-037188-5
Verlag: Puffin Books
Erschienen: 1981 (unbekannte Auflage)
Notizzettel: The Wave

History teacher Ben Ross couldn’t answer the question of a student how Germans believed into nazism besides concentration camps and all the terror that was going on. The students were deeply bothered by the movie they watched about the Third Reich. The next day he starts an experiment to make his students feel like in World War II by their own. But the experiment goes out of control…

Sehr spannend. In Religion haben wir die beiden Verfilmungen gesehen. Der amerikanische Kurzfilm ist sogar auf Youtube (1, 2). Sehr angenehm zu lesen, weil es sehr direkt erzählt wird. Dadurch ergibt sich auch die Kürze des Buches. In der Kürze liegt die Würze und ich kann eigentlich sagen, dass es mein erstes Buch auf Englisch war. Ich habe alles verstanden, was aber auch kein Wunder bei dem leichten Englisch ist und wenn man davor den Film (nach dem sich das Buch richtet) gesehen hat. Schade fand ich nur, dass immer wieder der Nationalsozialismus erwähnt wurde. Es wäre spannender gewesen, wenn der Autor anfangs über die Zeit spricht, während des Experiments niemals Referenzen gemacht werden und erst gegen Ende das Ziel des Experiments offenbart wird. So wie in einem Kriminalroman (anfangs Mord, schlußendlich Auflösung). However… gutes Buch. Noch besser gesagt: Interessantes Thema. Aber amerikanischer Film ist eindrucksvoller :-)

That film, it really bothers me. Doesn’t it bother you? (Laurie to David)

Something bothered Ben Ross

STRENGTH THROUGH DISCIPLINE, STRENGTH THROUGH COMMUNITY

On his own, Ben had tried to find out what it was that attracted students to The Wave

Laurie Saunders is a threat. She must be stopped (Robert)

Laurie, is it possible that we’re wrong about The Wave? (David) No David, we’re right (Laurie)

Und das zweite traurige Schulbuch :-(

Titel: “Abschied von Sidonie”
Autor: Erick Hackl
Seiten: 127
Kapitel: 11
ISBN: 978-3-257-22428-3
Verlag: Diogenes Taschenbuch
Erschienen: 1991 (unbekannte Auflage)
Notizzettel: Abschied von Sidonie

Im Krankenhaus von Steyr wird die neugeborene Sidonie abgegeben. Aufgrund finanzieller Probleme muss sie schnell vom Krankenhaus wegegeben werden. Das junge Paar Hans und Josefa Breirather entschließen sich sofort es (neben ihrem Kind Manfred) zu adoptieren. Sidonie ist ein fröhliches, junges Mädchen, jedoch hat sie Probleme in der Schule und … sie ist eine Zigeunerin. Aufgrund dieser Tatsache wird sie regelmäßig gehänselt und das Leben im 2. Weltkrieg gestaltet sich schwer. Die Probleme gipfeln als sich das Jugendamt Steyr meldet und angibt, Sidis Mutter gefunden zu haben. Was erwartet Sidonie?

Zitate:

Und was ist, wenn die Farbe runtergeht?
Wäre auch kein Unglück.
Aber besser gefällt sie mir so.
Mir auch, sagte Josefa.

Internationale Zentralstelle zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens

Ich finde es ganz in Ordnung, wenn das Kind zu seiner Mutter kommt und befürworte dies auf jederzeit (Bürgermeister Eder)

Buchtipp: “Schlafes Bruder”

December 2nd, 2008

Titel: “Schlafes Bruder”
Autor: Robert Schneider
Seiten: 204
Kapitel: 19
ISBN: 978-3-15-020743-7
Verlag: Reclam Taschenbuch
Erschienen: 2007 (30. Auflage)
Notizzettel: Schlafes Bruder

Johannes Elias Alder wird in (dem von Inzucht befallenen) Eschberg geboren. Er pubertiert frühzeitig und verfügt über ein ausgeprägtes Gehör. Er verliebt sich in den Herzschlag seiner Cousine Elsbeth. Nachts lässt er sich in der Kirche einsperren und übt das Orgelspiel, welches er zur Perfektion bringt. Doch Elsbeth wird an einen anderen Mann vergeben. Wer kann lieben, wenn er schläft? Elias beschließt 22-jährig nicht mehr zu schlafen und stirbt…

Zitate:

Er fing an, Gefallen daran zu finden, Musik gegen die Gesetzmäßigkeiten des Ohres zu komponieren

Ist die Liebe nicht wichtiger als das höchste Genie dieser Welt?

Dass nicht einmal die Hochzeit ein Freudentag sein darf, weil durch die Freude die Sünde in die Welt gekommen sei

Kömm, o Tod, du Schlafes Bruder

Der Choral aber war der Tod

Und Elsbeth wurde Musik

Ja einmal lachte er sogar und sagte, dass dem Menschen durch den Schlaf die schönste Zeit des Lebens geraubt würde

Was meint Liebe?

Buchtipp “Linux”

November 12th, 2008

Titel: “Linux – Installation, Konfiguration, Anwendung”
Autor: Michael Kofler
Seiten: 1288
ISBN: 978-3-8273-2478-8
Verlag: Addison-Wesley
Erschienen: September 2007 (7. Auflage)

So… vor 1 einhalb Jahren habe ich das Buch von meinem Bruder zum Geburtstag bekommen. Leider bin ich einer der Menschen, die fähig sind ein ganzes Buch durchzulesen (bei 1288 Seiten hat das gedauert ;-) ) und sich trotzdem hinterher nichts gemerkt haben. Naja… ganz stimmt es natürlich nicht. Ein paar interessante Sachen habe ich beim Lesen gelernt und hier habe ich mein Interesse für LaTeX und die bash-Programmierung entwickelt. Auf jeden Fall kann ich nicht empfehlen so zu machen wie ich, sondern es als Nachschlagewerk für die Anwendung von Linux zu nutzen. Aber wer Linux kennt, kennt das Buch sicher schon ;-)

Zeitmanagement für Systemadministratoren

Ich habe mir zum Geburtstag dieses Buch gewünscht, weil mich das Thema interessiert. Dass es in Zusammenhang mit Systemadministration steht, verfeinert die Sache noch. Zugegeben… nicht nur Zeitmanagement alleine interessiert mich, sondern wesentlich entscheidender ist der Punkt Motivationstraining. Aber das ist ein anderes Thema und vielleicht schreibe ich mal ein PDF über die beiden Themen. Auf jeden Fall habe ich es jetzt zum Abschluss des Monats fertig gelesen und möchte kurz darüber berichten.

Der Anfang hat mich eigentlich am meisten fasziniert. Am Anfang geht Thomas A. Limoncelli vermehrt auf den Umgang mit ToDo-Listen und Terminplanern ein. Für mich war es nicht irgendwie eine große “Erleuchtung”. Der Autor weißt darauf hin, dass man seinen Alltag total neu ordnen wird, wenn man seine Tipps befolgt, jedoch sind wichtige Elemente in meiner Organisation schon enthalten und viel ändern muss ich nicht. ToDo-Listen, Terminplaner, Kalender, Wunschlisten und langfristige Zielsetzung (um ein paar zu erwähnen). Viel eher ging es mir um Selbstbestätigung und auch habe ich die wichtigsten Sachen auf einen Notizzettel zusammen geschrieben. Wenn ich in 10 Jahren ein Problem mit dem Thema habe, schaue ich ihn wieder einmal an ;-)

Im Mittelteil erklärt er ganz genau, wie er es macht. Jeden Morgen die tägliche ToDo-Liste formulieren. Eventuell macht man das auf einem PAA (Notizzettel) oder PDA (kleiner elektronischer Terminplaner). Dann auch Wünsche aufschreiben, Routinen entwickeln und auch wie sich die Planung auf ihn ausgewirkt hat. Gegen Ende des Buches geht er auf einzelne Begriffe wie “Stress- und E-mail-Management” und “Automatisierung” ein. Bei Automatisierung war es (zugegeben) für mich ein bisschen uninteressant. Er spricht über Makefiles & awk bei denen ich leider (noch) keine Erfahrung habe. Das Kapitel bin ich nur grob überflogen und haben mir ein paar UNIX-Befehle rausgeschrieben.

Naja… wem kann ich das Buch empfehlen? Ich denke es ist nur wirklich was für Geeks. Die technischen Aspekte sind ganz wichtig und vor allem geht er am Ende vermehrt darauf ein. Ich habe es auch faszinierend gefunden, wie er Sysadmin-Alltag beschreibt. In dieser Situation bin ich ja nicht, aber mich hat es nur deshalb fasziniert, weil ich selbst daran interessiert bin und das motiviert natürlich zum Weiterlesen. Für “normale” Menschen kann ich es empfehlen ToDo-Listen zu verwenden und wenn diese Organisation überhaupt nicht klappt, kann man sich näher mit dem Thema beschäftigen und die wichtigsten Kapitel dieses Buches für sich zusammenfassen. Ansonsten ist es wirklich nur für Techniker zu empfehlen. Ein absolut lesenswerter Klassiker!

11 Bücher stehen auf meiner ToDo-Liste und bei der Hälfte der Sommerferien habe ich genau eines fertig gelesen. Und was jetzt?! :-/

Buchtipp “Just for fun”

March 5th, 2008

Titel: “Just for fun – Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte”
Autor: Linus Torvalds und David Diamond
Seiten: Taschenbuch 275
ISBN-13: 978-3423362993
Link: wiki:Just for fun

Im Buch geht es vor allem um die Geschichte von Linux und seines Entwicklers; aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Erzählung beginnt in einem kleinen Raum irgendwo in Finnland. Nach 10 Jahren sportfreien Jahren hat Linus eine Betriebsystem zusammengestellt, welches ihn selbst faszinierte: Linux. Er selbst dachte niemals daran, dass es auf der Welt solche eine Verbreitung finden wird. Linus erzählt in dem Buch von allen Höhen und Tiefen des Betriebsystems. Von GPL über Krawattenträger und Hacker bis hin zum Internet. Dabei ist viel Humor im Buch enthalten (zB der erste Satz des Buches: “Ich war ein hässliches Kind”).

Der Anfang war für mich sehr interessant. Er erzählt über seine Kindheit und sein Geek-Dasein. Ich gebe zu, dass es in der Mitte stellenweise ziemlich langweilig war, weil Linus sehr auf wirtschaftliche Aspekte eingegangen ist. Aber letzten Endes war es ingesamt trotzdem sehr interessant zu lesen. Lustig fand ich auch seine Beschreibung für den Sinn des Lebens am Ende. Zwischendurch sind Erlebnisse von David Diamond eingebaut, der – aus Sicht eines Außenstehenden – Linus und sein Leben beschreibt. Für mich persönlich war das Buch natürlich interessant, weil ich noch immer auf der Suche nach den Merkmalen eines Geeks bin. Aber ich kann das Buch nicht nur Geeks empfehlen. Es ist auch eine sehr interessante Biographie und ebenso für Literaturfans geeignet. Fazit: Absoluter Buchtipp!