NOTES TO book "Abschied von Sidonie" title: Abschied von Sidonie author: Erich Hackl kind: narrative text pages: 127 chapters: 11 language: German publisher: Diogenes Taschenbuch published in: 1991 (unknown edition) ISBN: 978-3-257-22428-3 comment: first and second chapters explained precisely summary: Sidonie, an orphan, has a poor life as Zigeunerin in the third Reich and dies in concentration camp Auschwitz S. 7 § 1 18. August 1933 Krankenhaus Steyr - Kind entdeckt "Ich heiße Sidonie Aldersburg und bin geboren auf der Straße nach Altheim. Bitte um Eltern" Mayerhofer (grau, schlank, 63 J.) hörte Torglocke kühler Wind, Regen aufgehört, abgekühlt Sidonie heimliche & doch lebhafte Schönheit schwarzer Flaum beschattete das dunkle Oval des Gesichts Arzt: Sidonie = Zigeunerkind Nachforschungen Steyrer Jugendamt ergeben nur Rückschläge 9 Tage nach Auffindung Anna Aldersburg ruft an Kindesmutter Vorwurf des Verwalter an Anna: auf Glück ausgesetzt Antwort: Sie ist mittellos, kein Ausweg nimmt Kind zurück sobald möglich kann nicht Kosten des Spitalspflege übernehmen Versprechen: holt Kind Mitte Sept. persönlich ab 25. September keine Angabe zu Aufenthaltsort selbst erkrankt kann Fürsorge nicht übernehmen Vater Robert Larg Pferdehändler Sidonie Englische Krankheit mangelhafte Verkalkung des Knochengewebes Beine nach außen hin gekrümmt Gelenke an Beinen und Armen verdickt Arzt empfiehlt vitaminreiche Kost flache Luftzufuhr Bett in Sonne stellen Steyr jedes 2. Kind in den Baracken der Ennsleite und entlang des Steyr-Flusses Krankheit (wie Sidonie) oder Tuberkulose Steyr-Werke 1929: 6000 Beschäftigte 1933: 1400 Beschäftigte Bewohner 22 000 jeder 2te benötigt öffentliche Hilfe Gelegentlich Reporter unterwegs Armut Am Freitag durfte gebettelt werden immer Hungerdemonstrationen am Stadtplatz Kein Spur von Sidonies Mutter Steyr ermittelt (weil Sidonie = finanzielles Problem) Jugendamt sucht neue Mutter Amalia Derflinger kann Kind nicht aufnehmen (Mann jagte sie außer Haus) S. 16 § 2 Hans Breirather (geboren 1899) in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen verliebte sich in Josefa ... Josefa Degenfellner Hans muss ständig um Job kämpfen Sie entschließen sich zur Adoption Josefa entscheidet sich sofort für Sidonie Unklarheit über Familien-Verhältnis: Manfred = Bruder; Josefa = Mutter Manfred hat Angst dass Sidonie Hautfarbe abgewaschen werden könnte "Und was ist, wenn die Farbe runtergeht? Wäre auch kein Unglück. Aber besser gefällt sie mir so. Mir auch, sagte Josefa." Hans schlägt sich als Sozialdemokrat durch (trotz Hausdurchsuchungen der Polizei) Ihm werden alle Waffen abgenommen (weil er verraten wurde) Josefa geht mit Sidonie zum Arzt Wartezimmer-Gespräch Karl Pröll wurde von Freu Anna Moshammer ermordet Arzt verweigert Sidonie zu behandeln (kein Geld) Wunderheiler heilt Sidonie Arzt erstaunt Hans versichert Sidonie über die Runden zu bringen S. 32 § 3 Kriegssituation Steyr'schen Arbeiten streiken Artillerie-Angriffe nachts Hans kämpft sich nach Steyr Gegnerische Soldaten schießen jedoch nicht Gendarmen in Wohnung der Breirather Josefa wehrt sich bis zum Schluss Hans verhaftet Sepp Ahrer wird erhängt Hans kämpft / wehrt sich Josefa Finanzen +30 Schilling Jugendamt Sidonie +10 Schilling Kindergeld Manfred -11 Schilling Miete Josefa bringt Kinder mithilfe von Geschenken über die Runden Ansuchen um Unterstützung bei Bürgermeister erfolglos Josefa & Hans heiraten (Juni 1928) Hans tritt aus Kirche aus keine kirchliche Trauung Kirche verfolgt Josepha Josepha wehrt sich Hans gibt auf kirchliche Trauung nachholen im Gefängnis Manfred zwischen Ehepartnern Josepha rastet aus S. 47 § 4 Familie größer (Hans & Josepha; Sidonie, Manfred) + Hilde (4 Monate älter als Sidonie) hat Phobie vor Männern gewöhnt sich langsam an Hans politischer Druck auf Hans (soll von den Roten zu Nazis wechseln) Manfred problemloses Kind Magistrat Steyr Sidonie ist gut aufgehoben Wien "Internationale Zentralstelle zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens" Anna Adlersburg gibt an, Christine Berger sei Mutter Sidonies Nachforschungen erfloglos hohe Chance, dass Josepha Mutter bleibt (Josepha freut sich) Eltern erzählen Sindonie verschiedene Geschichte über ihre Vergangenheit/Herkunft S. 57 § 5 Hans sieht Krieg hervor Ehepaar Kronbath zieht in Haus ein Immer mehr Nazi-Einfluss Wanderung mit Wiener Ehepaar Plackholm Plackholm verschwindet Hans sucht Plackholm in Wien Plackholm wird (währenddessen) wegen Hans auf Feuerwache verhört Plackholm verrät Identität und Aufenthaltsort nicht Josefa und Nachbarin reden über den Fortbestand der NSDAP Dritte hört mit Dritte erzählt Gemeinde Josefa verbreite "staatsfeindliche Greuelpropaganda" Nachbarin sagt nicht gegen Josefa aus Josefa sehr beliebt bei Gemeinde Verfahren wird eingestellt Gendarmeriebeamter erhängt weil mit Franziska Sieder im Schuppen erwischt S. 68 § 6 Zigeuner aus Bevölkerung verschwunden (Hintergrund unklar; geteilte Meinungen) 1939 Sidonie & Hilde gehen in Schule Sidonie übereifrig möchte Aufmerksamkeit der Lehrerin gewinnen Sidonie Legasthenie und interpretiert alles künsterlisch (kann aber mit Zahlen nicht umgehen) Zeugnis lauter 4er Sidonie ist unklar, dass 4er schlecht sind (Josefa klärt auf) Josefa soll sich mehr um Sidonie kümmern Schüler sollen Text über Familie schreiben Sidonie liest vor Schüler zweifeln Sidonies Vorgeschichte an Lehrerin Schönauer schickt Sidonie heim Rosa Hinteregger zu Besuch [ unklare Passage: [ "Willst, dass ich dich firmen lasse? Das Mädchen sag Josefa fragend an. Die Frau nickte" - Wer nickte (Firmentante Hinteregger, Josefa oder Sidi?) Sidonie nicht nur unbeliebt bei Freunden "Aber das Mädchen war ihnen vertraut, noch störte es nicht" zB Bürgermeister Eder Hinteregger lässt Sidi firmen Firmgeschenk: Puppe Unterhaltungspark (?) Sidi wird wegen Hautfarbe komisch angeschaut S. 80 § 7 Buch eines Sieringer Gendarmen fragt, ob Beirather amtliches Schreiben erhalten hätten Josefa verneint wahrheitsgemäß Gendarm erklärt Hintergrund nicht Josefa wartet dringendst auf jenes Schreiben Zeit vergeht (Weihnachten) 9. März 1943 Schreiben erhalten Cäcilia Grimm kommt auf Besuch Josefa erschroken und bleich Schreiben Jugendamt-Leiterin Steyr-Land Käthe Korn forschte Sidis Mutter aus Sidonie & Hilde kommen von Schule heim Alle 3 weinen Josefa geht nach Sieringhofen rüber Grimm öffnet langsam Türe Vorwurf: Grimm hat von Schreiben gewusst Rechtfertigung: Nichts gewusst Josefa bettelt sie an "Ich bitt Sie, helfen Sie uns! ... Wenn Sie ein Kind hätten!" Fürsorgerin: Sidi gehört zu ihrer leiblichen Mutter Hans stapft durch Schnee Petrak folgt ihm und redet auf ihn ein Situation mit Sidonie hoffnungslos Rast bei Bauer Sidonie kann nicht ihr versteckt werden Petrak redet weiter auf ihn ein "ist doch nur eine Zigeunerin" Petrak liegt blutend am Boden Was Hans nicht wusste... Korn log Lüge: Befehl höherer Stelle Sidonie zu übergeben Korn lehnt Hans' Bitten ab * bis Ende Schuljahr abwarten * auf Pflegegeld verzichten * Pflegegeld zurückzahlen * Sidonie sterilisieren Maria Berger (Tochter von Christine Berger) ist leibliche Mutter Korn möchte Geburtsort herausfinden Schreiben der Kriminalpolizei an Korn (verlangt kurze Beschreibung des Kindes) Verschiedene Beschreibungen von Sidonie (von Grimm, Direktor/Oberlehrer) "Pflegeeltern hängen mit überschwenglicher Liebe an dem Kind und läßt dies die Minderjährige nicht ganz unbenutzt" (S. 91) "Das Mädel zeigt jetzt Aufmerksamkeit und Arbeitsfreude, lernt aber nicht leicht und fängt auch gleich zu weinen an, wenn sich Hinternisse ihr entgegenstellen. Schwierigkeiten bereitet dem Mädel das Rechnen, da es an der Zahlenauffassung fehlt. Das Mädchen ist ängstlich, empfindlich, leicht gekränkt, mitunter etwas ungestüm, wenn es das Gewünschte nicht erreicht. Das Lehrkraft gegenüber ist es etwas scheu und geht scheinbar auf alles ein. Bei schlechter Benotung ist es empfindlich, ist ehrgeizig. Das Mädel ist bei den Pflegeeltern in guter Pflege und Lernbeaufsichtigung, doch wäre mehr Strenge nötig." (S. 92) Korn geht zum Bürgermeister Eder Josefa & Hans waren schon bei ihm Eder: "Ich finde es ganz in Ordnung, wenn das Kind zu seiner Mutter kommt und befürworte dies auf jederzeit" Oberinspektor (Landeskreis Steyr) spricht sich auch gegen Hans & Josefa aus Sidonie hat keine Zukunft Korn schreibt Antwort an Kripo Kind soll zurück zu leiblicher Mutter, bevor sie älter wird Sidi wird bis 30. März 1943 abgeholt S. 95 § 8 Schwieriges Warten Manfred gibt Sidi ein Erinnerungsfoto mit, damit sie wieder nach Hause findet Sidonie kann nachts nicht schlafen Morgen des Abschieds schwierig Sidonie hat Puppe mit Zugfahrt Josefa muss Sidi zurücklassen Grimm betreut Sidi Schlafende Sidi wird von Leute gemustert (Zigeunerin) S. 103 § 9 Ortschaft Hopfgarten Brandstiftung 2 Tischler gefasst (Schulsohlen ident) Frauen & Kinder aus Essen werden hierher geschickt Jüdin Eva Sarah Wolff schmuggelte sich hinein Zigeuner-Oberhaupt: Anton Larg Grimm gibt Sidi ab Grimm fragt Gendarm: Wohin kommt Sidi? Gendarm zeigt Baracke in Ferne Was geschieht mit ihr? Gendarm zuckt mit Achseln Vor 3 Stunden (Rückblick) Grimm & Sidi am Gendarmerieposten Sidi unruhig Frauen versuchen Sidi zu beruhigen Sidonie stirbt im KZ Georg Fink hat sie bei Zugfahrt gesehen Georg erzählt Hans Bestimmungsort von Transport ... den Georg von Bahnhofsbeamten erfahren hat Bitte: nicht Josefa erzählen! S. 112 § 10 Kriegsende Bürgermeister Eder bringt seine Frau und sich um Hans als Nachfolger (trotz politischer Differenzen) Hans Kontakt mit Bürgermeister von Hopfgarten "Das Kind ist weggekommen, mit dem letzten Transport nach Auschwitz" Helene Gruber: Sidi an Flecktyphus gestorben Josefa & Hans bleiben mit Schmerzen zurück S. 117 Personen und Leben nach dem Krieg Hans stirbt am 2.5.1980 Josefa stirbt mit 88 Jahren S. 121 § 11 "Sie sei nicht an Typhus - an der Kränkung ist sie gestorben" [ am besten selbst lesen; sehr emotional, nicht inhaltlich erklärbar. Themen: [ * direktes Gespräch mit Joshi Adlersburg [ * kritische Betrachtung/Auseinandersetzung mit Thema von Autor [ * Zusammenfassung des Lebens von Sidi "Der Abtransport des Mädchens in ein Vernichtungslager, nennen wird es Auschwitz-Birkenau. Die eintätowierte Nummer, nennen wir sie: Z 6672. Die Erniedrigung. Der Hunger. Die Kälte. Der Tod, sagen wir: weniger Wochen nach der Ankunft"