NOTES TO Presentation of "Sicherheitspolitik in Österreich" title: Sicherheitspolitik in Österreich lecturer: Vzlt Armbruster und ein Geschichte-Professor date: 07.08.29 author: Lukas Prokop introduction: Jedes Jahr halten Vertreter des Zivildiensts und des Bundesheers den 7. Klassen des BRG Viktrings Vorträge zur Sicherheitspolitik, um über ihre Situation zu informieren und Jugendlichen die Frage des Präsenzdiensts zu erleichern. 1. TEIL =========== Vortrag Vzlt Armbruster 47 Jahre alt www.bundesheer.at VORTRAGSTHEMEN Sicherheitspolitik Bedrohungen Auftrag Einsätze Wehrdienst Zukunft Fragen/Diskussion SICHERHEITSPOLITIK Umfassende Landesverteidigung (1973) Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (seit EU) UMFASSENDE LANDESVERTEIDIGUNG Geistige Landesverteidigung (Bildung) Zivile Landesverteidigung (Innenministerium; Krankenversorgung) Wirtschaftliche Landesverteidigung (OPEC, Erdgas, ...) Militärische Landesverteidigung (worst case; Verteidigung) GEMEINSAME AUßEN- UND SICHERHEITSPOLITIK Vertrag von Maastricht (2. Feb. 1992) Vertrag von Amsterdam (1997) ("Petersbergaufgaben") (Teile von V. v. Maastricht enthalten) Artikel 23f BVG (1999) (in Bunddesverfassung eingefügt) (bestätigt Teilnahme an beiden vorigen Vertägen) Nationalratsbeschluß vom 12.12.2001 über die Sicherheitsdoktrinnen EU aus wirtschaftlichen Gründen entstanden EWG -> EU: politische Gründe hinzugefügt BEDROHUNGEN Verbreitung von Massenvernichtungswaffen (Nuklear, Biowaffen, ...) Organisierte Kriminalität (Drogen, Menschhandel, ...) Terrorismus Regionale Konflikte (Naher Osten, Südamerika, Kaukasus) Gescheiterte Staaten (zB Afghanistan) Rohstoffverknappung (Erdöl, Gertreide, Wasser, ...) Massenmigration (= Flucht; Traum vom Schlaraffenland) etc. ... sind zusammenhängende Probleme momentan 320 Konflikte in Welt mit Gewalt (Quelle: Kleine Zeitung; 24.12.06) AUFGABEN DES BUNDESHEERES Bundesheer entscheidet nicht über Einsätze. Bundesheer ist Exekutive der Politik. in Bundesverfassung verankert Landesverteidigung Assistenzleistung Katastrophenschutz Auslandseinsatz Luftraumüberwachung (vor allem seit 9/11) LANDESVERTEIDIGUNG Demonstration des Selbstbehauptungswillen (2. WK) Verteidigung des Staatsgebietes (Österreich schwaches Heer) VERGANGENHEIT Musste Österreich einmal einen wirklich starken Krieg führen? Nein, aber einige brenzlige Situationen... 1956 Ungarn-Krise 1968 Tschechen-Krise ("Kommunismus mit menschlichem Anlitz") 1991 Zerfall Jugoslawiens (Bleiburg angegriffen; Slowenen hinterher) "UNSER HEER" Karikatur ASSISTENZLEISTUNG Schutz der demokratischen Freiheiten Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen VERGANGENHEIT UND GEGENWART 1967 Südtirol-Krise (Österreicher mussten Grenzen zu Italien vor Terroristen schützen) seit 1990 an der Grenze zu Ungarn und der Slowakei (ständig 1500 Soldaten bisher > 90000 Illegale aufgegriffen) AUSLANDSEINSÄTZE Friedenssichernde Einsätze Maßnahmen der humanitären Hilfe und der Katastrophenhilfe Such- und Rettungsdienste Übungen und Ausbildungsmaßnahmen EU-Militär ist nach einheitlichem Euro nächstes Ziel VERGANGENHEIT UND GEGENWART Seit 1960 im Rahmen der UNO, der NATO, der OSCE und der EU Bisher > 65000 Soldaten in ~70 Missionen weltweit momentan 1137 Soldaten in Auslandseinsätzen (Quelle: Jän 2008) 15000 aktive Soldaten; 25000 Grundwehrdiener rücken ein Europa ist an Afrika interessiert: 1. alle Rohstoffe vorhanden 2. Arbeitskräfte KATASTROPHENSCHUTZ Bei Elementarereignissen und Naturkatastrophen mit außergewöhnlichem Umfang In- und Ausland VERGANGENHEIT UND GEGENWART Hochwasser Waldbrand Sturmschaden (zB anfordern von ausländischer Hilfe) LUFTRAUMÜBERWACHUNG Unbekannte Luftfahrzeuge Luftraumverletzungen Großveranstaltungen etc. ZUSAMMENFASSUNG DES 1. TEILS Sicherheitspolitik nation und international im Rahmen der EU Vielfältige Bedrohungen Nationale und internationale Aufträge des Bundesheeres STELLUNG Körperlicher Check - Statistik: 1. psychische Schäden 2. körperliche Schäden (Drogen, Haltungsschäden) Alle Wehrpflichtigen 2 Tage Gesundenuntersuchungen Einberufungswünsche Zeitpunkt Garnisorsort Verwendung/Waffengattung GRUNDWEHRDIENST 6 Monate Assistenzeinsätze Katastrophenschutzeinsätze Weiterverpflichtung (PiAD, KIOP) MÖGLICHKEITEN IM/NACH GRUNDWEHRDIENST Person im Ausbildungsdienst Einjährig Freiwilliger und Offizier Unteroffizier Charge bei KIOP (= Kräfte für internationale Operationen) Miliz (zeitweise beim Bundesheer) Auslandseinsatz Lehrling/Zivilbedienstete EF-AUSBILDUNG Voraussetzung: Matura Ziel: Offiziersanwärter Eignungstest: 3 Tage ET: Oktober Dauer: 12 Monate Gehalt: meist 900 Euro; bis zu 1300 Euro (evtl. Rückzahlung bei vorzeitigem Ausscheiden) Danach: TherMilAk = Lt Mag. (FH) oder Miliz = UO oder Offizier AUSBILDUNG Sport Waffen- und Schießdienst Gefechtsdienst ABC-Abwehr Selbst- und Kameradenhilfe Leben im Felde Formaldienst ("In Reih und Glied") etc. ABLAUF 1./2. Monat: allgemeine Basisausbildung 3.-6.Monat: waffeneigene Ausbildung Assistenzeinsatz, Katastropheneinsatz, Übungen (Ausland) TAGESABLAUF 0600 Uhr Tagwache 0730 Uhr Dienstbeginn 1615 Uhr Dienstende (Normablauf) Dienste vom Tag, Ausbildung/Übungen LEISTUNGEN Monatsgeld: 270 Euro Erhöhtes Monatsgeld: 420 Euro (Assistenzeinsatz) Unterkunft, Verpflegung kostenlos ("ausgezeichnet!") ÖBB-Vorteilscard/Kostenersatz Ärztliche Versorgung Bei Abbruch Familien- und Wehrkostenbeihilfe etc. FRAUEN IM HEER 309 weibliche Soldaten (Quelle: 28.2.08) In mehr als 40 verschiedenen Verwendungen [ beliebt: Krankendienst ] Vom Rekruten bis zum Oberstarzt Absolute Chancengleichheit Alle Verwendungen offen FRAUEN 1.-6. MONAT wie GWD Charge bei KIOP Unteroffizier Offizier ["Polizei hat Cobra, wir Jagdkommando" BUNDESHEER 2010 [ "Alle Armen in Europa werden reformiert; vor allem zu internationalen Einsätzen" ] kleiner [ "wobei kleiner eh nicht mehr geht" :-P ] [ 110000 Soldaten an Grenze vor 50 Jahren bereit; heute max. 55000 Soldaten ] professioneller flexibler moderner internationaler "Das sicherheitpolitische Interesse der EU ist grundsätzlich weltweit." (Zitat von EU-Abgeordnetem: 17.12.02) 2. TEIL ========= Prof. ? 42 Jahre Miliz; Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit ULV = Umfassende Landesverteidigung Welchen Gefährdungen sind wir ausgesetzt? Ressourcenknappheit Terror Naturkatastrophen -> Zivile Institutionen, um diese Gefährdungen zu minimieren Welche Personen sind für die Anforderung von Zivilhilfe verantwortlich? Bürgermeister Landeshauptmann Erdbeben Eurasische und Atlantische Platte drücken aufeinander -> Alpen letztes großes Erdbeben: Mittelalter Hochwasser Terrorismus in Europa 2 Zonen: Nordirland und Baskenland 9/11: seit 1861 kein Krieg auf amerikan. Boden; hat Amerikaner hart getroffen Anschläge in London und Spanien Organisierte Kriminalität italienische Mafia (in Ö funktioniert Erpessung nicht) russische, Ost- ... Mafia Waffen- und Menschenhandel Prostitution Drogenkriminalität Massenvernichtungswaffen ABC-Waffen (Atomar, Biologisch, Chemisch) (Atomar: Schmutzige und detonative Bomben) Aufgaben des Bundesheeres (Zeit für NATO gewinnen, Evakuierung) Rohstoffverknappung Ressourcen werden knapp (vor allem wegen China und Indien) Seuchen Pest, Cholera, ... nach letztem 2. WK letzte große Epidemie; zB Grippen durch illegale Einwanderung und Urlaube (vor allem Wien) Vogelgrippe (große Zentren; Verbreitung unbedingt verhindern; Pandemiepläne) Massenmigration politische, wirtschaftliche, religiöse, ... Gründe Naturkatastrophen Nord- und Südunterschiede 2 Industrienationen auf südl. Halbkugel: Australien und Neuseeland Wiener flüchten auf niederösterreichisches Umland sinkende Geburtenrate ist europäisches Problem Umweltzerstörung Saurer Regen (80-er Jahre; heute kein Thema mehr) Feinstaub Globale Erwärmung (Treibhauseffekt) Europa: Gefahr Abkühlung -> Eiszeit Erlischen des Golfѕtroms Nordatlantik hat warmes Wasser am Boden (Anomalie des Wassers) das ist die Pumpe für den Golfstroms In Europa steigt das warme Wasser auf und fließt zum Golf von Mexiko zurück Drogenproblematik körperlich beeinträchtige Arbeiter Förderung von Prostitution und Beschaffungsarbeit Suchtabhängigkeit ... immer größere Dosen notwendig Technische Katstrophe GAU, Brückerzusammenbrüche, ... ORGANISATION UND HISTORISCHES ============================== 9/11: 2840 Todesopfer in New York Spanien: Anschläge auf Züge (eigentlich 2 Bombenanschläge zugleich geplant; techn. Mängel) 120 Tote Anschläge mit Gift oder Giftgas: Antrax war letzter Anschlag bei uns 1984 in Oregon 750 Erkrankungen 1994 in Matsumoto 7 Tote, mehr als 300 Verletzte Bruchteil kommt an Öffentlichkeit Große Paniken -> hohe finanzielle Belastung Naturkatastrophen klimatische Veränderungen wirtschaftl. Veränderungen (Bebauung von Landgegenden) Unwetter und Muren Menschen dringt nach extremen Orte immer weiter vor Lawinen Galtür 1999 (31 Tote, 18 Verletzte) Valzur 1999 (7 Tote, 4 Verletzte) Faktoren für Naturkatastrophen: Zunahme der Bevölkerungsdichte (2 Mio. Öer als vor 80 Jahren; mehr Raum/Person) Besiedelung und Verkehr in sensiblen Ököbereichen wie... ... Flußlandschaften ... Alpine Haupt- und Seitentälern Touristische Erschließung (Straßenbau -> Muren, ...) Technische Katastrophen Flugzeugabsturz GAU (AKW-Unfall) 17 grenznahe Atomkraftwerke im Umkreis von ca. 250km Krsko sehr bedeutend (wollten Atomlager in Ö errichten) Temelin noch immer im Vordergrund der Medien Deutschland und Schweiz hat viele AKWs (aber technolog. Niveau hoch :-) ) 1986 Chernobyl seither Strahlenfrühwarnsystem mit Gammometer Krisenmanagement der Behörden Bundeswarnzentrale (BWZ) in Innenministerium Frühwarnsysteme und Ausweichsysteme Internationale Hilfe Zentrales Rechensystem Buchhaltung, Steuerbrief, Lohnzettel, Statistik und eben auch Überwachung LAWZ (in den Bundesländern) (durch Sirenen) Warnen und Alarmieren Führung der Einsatzkräfte Strahlenfrühwarnsystem Gefahrengutdatei BAWZ (in den Bezirken) (Bezirks-Alarm-Warn-Zentrale) Einsatzorganisation Bundesheer Rotes Kreuz Feuerwehr Bergrettung Wasserretung Höhlenrettung Flugrettung Übungen 1. Sonntag im Oktober Assistenzeinsatz immer im Auftrag einer zivilen Behörde Ö besonders für Wasseraufbereitung in Krisengebieten bekannt Warnung über Sirenen